Die Geschichte des Kartengeberns an der Spielbank Wiesbaden – Von den Anfängen bis heute

Die Geschichte des Kartengeberns an der Spielbank Wiesbaden – Von den Anfängen bis heute

Wiesbaden, die "Kurstadt" am Rhein, ist nicht nur für ihre Thermalquellen und sanften Hügel bekannt, sondern auch für seine reiche Vergangenheit als wichtiger Ort der Glücksspielindustrie. Die Spielbank Wiesbaden, einst Teil des Grand Hotel Pallas, wurde im Jahr 1851 eröffnet und war zu seiner Zeit eines Spielbank Wiesbaden der prächtigsten Glücksspielspielorte Europas. Eine zentrale Figur in diesem Etablissement war das Kartengebern, die mit Händen und Füßen die Spielbank regierten und deren Geschick und Charisma die Spieler begeisterten.

Von den Anfängen bis zum Höhepunkt der Epoche

Im 19. Jahrhundert erlebte Wiesbaden eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, was auch durch das Aufkommen neuer Industriezweige und die zunehmende Popularität des Tourismus bedingt war. Die Spielbank, gegründet von dem ehrgeizigen Unternehmer und Bürgermeister Franz Rausch von Traubenberg, sollte nicht nur als Ort für Glücksspiel dienen, sondern auch als Mittelpunkt der Gesellschaft. Das prächtige Gebäude des Grand Hotel Pallas wurde 1852 fertiggestellt und bot eine wunderbare Kulisse für die Epoche.

Das Kartengebern waren an dieser Zeit nicht unbedeutend. Sie übernahmen nicht nur das Spiel, sondern auch den größten Teil der Verwaltung und Organisation. Sie sorgten dafür, dass alles so ablief, wie es sich gehört: Glücksspiele wurden ausgetragen, die Auszahlung von Gewinnen organisiert und die Beziehungen zu anderen wichtigen Personen in der Gesellschaft gepflegt. In der Regel waren dies Männer mit einzigartiger Persönlichkeit und einem gewissen Charme.

Die Goldenen Jahre

Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte Wiesbaden seinen Zenit als Spielbankstadt. Die Bank war so erfolgreich, dass sie das gesamte Jahr über geöffnet war, von Montag bis Sonntag. Die Spieler strömten aus ganz Europa an, um Glück und Ruhm zu erlangen. Das Kartengebern waren in dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Macht: Sie bestimmten nicht nur die Spielregeln, sondern auch das gesellschaftliche Leben der Bank.

Einige der bekanntesten Kartengebern dieser Epoche traten in den Schlagzeilen auf. Ihre Namen sind noch heute im kollektiven Gedächtnis der Bürger von Wiesbaden verankert. Es waren Männer wie Karl Hohn, Adolf von Salm-Hoogstraeten und Ludwig Hahn, die mit ihrer Intelligenz und ihrem Charisma die Spieler begeisterten.

Die Zeit des Niedergangs

Im Laufe der Jahre begann jedoch die Blütezeit der Spielbank zu verblassen. Die Einführung von Steuern auf Glücksspiele führte dazu, dass weniger und weniger Spieler den Weg nach Wiesbaden suchten. Zudem kam es im Jahr 1875 zur Gründung des ersten gesetzlichen Casinos in Bad Homburg vor der Höhe. Diese Konkurrenz führte zu einer deutlichen Abnahme der Spielerzahlen.

Außerdem begann die Spielbank, sich nach moderneren Methoden für das Kartengebern umzusehen. Das bedeutete nicht nur eine Veränderung in der Art der Geschicklichkeit, sondern auch einen Wandel im Umgang mit den Spielern und dem allgemeinen Ambiente. Die Änderungen führten zu Unstimmigkeiten zwischen alten und neuen Kartengebern.

Heute

Von heute an ist die Spielbank Wiesbaden eine komplett andere Institution als damals, als sie von den großartigen Männern wie Ludwig Hahn geleitet wurde. Der modernste technische Fortschritt ist eingebunden in das Glücksspielangebot der Bank, mit automatischen Spielen und Online-Angeboten.

Die Kartengebern selbst haben ihren Stellenwert verloren. Sie tragen nun keine größere Rolle mehr bei dem Spielprozess. Stattdessen fungieren Computerprogramme als "Kartengeber". Die Spieler haben die Möglichkeit, ihre Einnahmen und Ausgaben online zu überprüfen.

Zu den wenigen Spielbanken in Deutschland gehören sie auch noch heute weiterhin zur elitären Gruppe der großen Wiesbadener Bank.